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GENEALOGY: Röderischer Stammpaum und Tattenbeckischer - Stammbaum der Familie von Rödern und Tattenbeck Zoom



GENEALOGY: Röderischer Stammpaum und Tattenbeckischer - Stammbaum der Familie von Rödern und Tattenbeck


Author:
Place and Year: 2. Hälfte 17. Jahrhundert
Technique: Öl auf Leinwand, 75 x 100 cm; nachgedunkelte helle Grundierung, Grundierung und Bemalung an einigen Stellen abgeplatzt, Seitenränder ausgefranst, Löcher in den Ecken (wahrscheinlich von einer vorherigen Aufhängung), sonst sehr schönes Exemplar.
Code: 62557

Aufwendig gestalteter Stammbaum auf Leinwand mit der Stammlinie von Dietrich Graf von Rödern (auch Redern oder Roedern), Freiherr zu Krappitz, Herr zu Perg, der seine Herkunft auf fünf Generationen zurückgeführt. Die Familie von Rödern ist ein märkisches Uradelsgeschlecht, das in Brandenburg, Pommern, Schlesien und Österreich ansässig gewesen ist. Das Geschlecht wird erstmals 1155 mit Ardnold de Redere urkundlich erwähnt. Die gesicherte Stammreihe beginnt mit Otto von Redern (bis ca. 1482). Von der Mitte des 13. Jahrhunderts an erscheint eine (im Jahr 1678 erloschene) Linie in der Altmark, neben der Ende des 13. Jahrhunderts auch eine Linie rechts der Elbe, bis nach Schlesien, erscheint. Der genealogische Zusammenhang der anhaltisch-märkischen Redern und ihres österreichischen Seitenzweigs mit den schlesischen Redern (später auch Roedern) ist umstritten, da beide Familien unterschiedliche Wappen führten. 1669 wurden jedoch die Wappen durch kaiserliches Diplom vereinigt.


Jeder der aufgeführten Urahnen ist mit einem Namensschild und seinem dazugehörigen Wappen repräsentiert. Die Schilder sind der Tradition entsprechend auf den Ästen eines Baumes verteilt, dessen dickes dunkelgrünes Laub zum dekorativ-künstlerischen Ausdruckswert der Malerei beiträgt.


Dietrich Graf von Roedern war der Sohn von Erasmus von Rödern (bis 13.01.1630) und Anna Maria von Tattenbeck. Mit Genoveva Schad von Mittelbiberach hatte er vier Kinder, von denen nur die beiden männlichen Nachkommen und ihre Ehefrauen auf dem Stammbaum aufgeführt sind. Es handelt sich bei diesen um Franz Anton (1658-1718) und Johann Ignaz. Franz Anton war in erster Ehe mit Maria Theresia, Freiin von der Oedt vermählt. Seine zweite Frau Maria Eleonore Spindler von Hofegg ist nicht aufgeführt, der Stammbaum wurde wahrscheinlich vor dieser zweiten Eheschließung, deren genaues Datum jedoch unbekannt ist, ausgeführt. Johann Ignaz ehelichte Maria Elisabeth Freiin von Zierotin.


Das Wappen Dietrich von Röderns, das sich über dem Namen Dietrichs und seiner beiden Söhne findet, ist geviert und mit einem roten Herzschild belegt, darin ein mit drei goldenen Sporenrädchen belegter silberner Schräglinksbalken. In Feld 1 und 4 in Blau ein sechsspeichiges silbernes Rad. Die Felder 2 und 3 sind gespalten, rechts in Gold ein halber gekrönter, goldbewehrter, schwarzer Adler am Spalt, links in Rot ein mit einem roten Schrägkreuz belegter silberner Balken. Darüber drei Helme mit rot-silbernen Decken. Auf dem rechten ein mit dem Rad belegter natürlicher Pfauenschweif, auf dem mittleren ein wachsender goldgekrönter Geharnischter, der auf dem Haupt und in den Händen je eine rote Fahne mit silbernem Mittelstreifen (darin drei goldenen Spornerädchen) trägt und auf dem linken sechs (je drei nach rechts und links) schräggestellte gestreifte Fähnlein.


Der Stammbaum entstand nach der Geburt und ersten Eheschließung der beiden Söhne sowie – dem Wappen nach zu urteilen - nach der Erhebung Dietrichs in den Erbländisch-österreichischen Freiherrenstand am 2. Mai 1646 und böhmischen Grafenstand am 20. Mai 1646. Der vorliegende Stammbaum ist somit in die 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts zu datieren.

 

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